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Von Calden an die Ostsee
 

Beim Erstflug ab dem Kassel Airport nach Usedom waren 30 Urlauber dabei

Mit 31 Passagieren an Bord ist ein Flugzeug der Rhein-Neckar-Air am Samstagmittag erstmals vom Kassel Airport aus zur Ostsee-Insel Usedom gestartet. Die voll besetzte Dornier 328 landete gut eine Stunde später auf dem Flughafen Heringsdorf. Damit gibt es nun am Airport eine zweite innerdeutsche Verbindung – neben Sylt, wohin bereits seit 2019 geflogen wird. Die Flüge nach Usedom finden im September und Oktober jeweils Samstag statt.

 

Der große Bahnhof

 

Die beste Werbung für einen Flug in den Urlaub macht an diesem Samstagvormittag das nordhessische Wetter. Es ist 12 Grad frisch, zäher Nebel liegt über dem Kassel Airport. Für die Neugierigen, die sich hinter dem Außenzaun des Flughafens versammelt haben, ist die Dornier 328 daher erst spät zu sehen. Dann aber rauscht die Maschine durch die Dunstwand und setzt auf der Landebahn auf. Was folgt, ist ein großer Bahnhof, wenn man das für ein Flugzeug so sagen kann: Eine Wasserdusche der Airportfeuerwehr – zur Feier des Erstflugs nach Usedom. Für den ist die Dornier eine gute halbe Stunde zu spät dran.

 

„Auf Sylt war das Rollfeld ziemlich zugeparkt“, sagt Flugkapitän Gregor Kluyken. Mit Flugzeugen, versteht sich. Er und seine kleine Crew haben von dort Urlauber zurück nach Calden gebracht, bevor es gleich an die Ostsee geht. Teil eines strammen Tagesprogramms: vom Sitz der Rhein-Neckar-Air in Mannheim nach Sylt, nach Calden, nach Usedom, nach Calden, nach Sylt – und zurück nach Mannheim. In der Fliegersprache sind das sechs Legs: sechs Einzelflüge.

 

Der Vorlauf

 

Das entscheidende Leg für die 30 Urlauber, die nun auf den Einstieg warten, ist das nach Usedom. Der Flieger ist ausgebucht, wie die meisten der neuen Verbindung im September. Auch für Oktober laufen die Buchungen an, erklärt Initiator Christian Henkel. Seit 2020 betreibt er ein Reisebüro im Terminal.

 

Stephan Löber, Vorsitzender des Vereins Pro Kassel Airport, steht neben Henkel auf dem Rollfeld, während im Hintergrund die Koffer in die Dornier geladen werden. „Man muss manchmal etwas wagen, und Christian Henkel hat etwas gewagt“, sagt er. Auch Airport-Geschäftsführer Lars Ernst lobt die Initiative: „Wir versuchen, das mit unseren Kontakten zu unterstützen.“ Noch kurz das offizielle Foto und dann dürfen die Urlauber ins Flugzeug. Alle 31 Plätze sind gebucht, die meisten Passagiere kommen aus dem Großraum Nordhessen, doch Einzelne sogar aus Süddeutschland – großteils im oder in Richtung Rentenalter. Eine Zielgruppe, die sich nicht unbedingt lange Autofahrten Richtung Ostsee zumuten will, sagt Henkel.

 

Der Start

 

Pilot Kluyken bringt die Maschine auf Touren, es geht nach oben, und wenig später ist der nordhessische Nebel vergessen. Der Blick schweift über ein Wolkenmeer vor blauem Himmel, Lücken geben Blicke auf Felder, Orte und Wälder frei.

 

Der Ausblick

 

Ein Ausblick, den Gabriele Weber auch nach gut zwei Jahrzehnten als Flugbegleiterin noch genießt. „Ich schaue jedes Mal aus dem Fenster“, sagt sie. Da die kleine Maschine auf solchen Strecken bei einem Tempo von 550 Stundenkilometern mit knapp 6400 Metern vergleichsweise niedrig fliegt, kann man am Boden vieles gut erkennen. Lange war Weber bei der Lufthansa, doch auch der Job bei einer kleinen Airline mache Spaß und sei abwechslungsreich. „Wir beginnen jetzt unseren Landeanflug“, tönt die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern. Am Fenster tauchen Usedom und die Ostsee auf, die Maschine fliegt eine Kurve. Dann sinkt sie und setzt auf dem Flughafen Heringsdorf auf.

 

Die Rückkehr

 

Eine halbe Stunde später geht es wieder zurück. Diesmal sind, dem Erstflug geschuldet, nur zwei Passagiere an Bord. Das wird bei den nächsten Touren anders sein, wenn die Rückkehrer an Bord sind. Bei der Landung in Calden zeigt sich dann auch Nordhessen von seiner besseren Seite: Die Sonne hat den zähen Nebel verdrängt.

 

Pressemitteilung, 06.09.2021.

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