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Ferienflieger starten wieder
 

Zwei Flüge von Calden nach Sylt pro Woche

Ende November war es, da verzeichnete man am Kassel Airport die vorerst letzte touristische Flugbewegung: Eine Sundair-Maschine kam von den Kanaren zurück. Nun heben wieder Flieger mit Urlaubern von Calden ab. Gestern brachte die Rhein-Neckar-Air (RNA) 13 Passagiere nach Sylt.

 

Der nächste Start in Richtung Nordseeinsel und die nächste Rückkehr sind für Samstag geplant. Danach soll es laut Flugplan an zwei Tagen pro Woche Verbindungen zum Flughafen Westerland geben – mittwochs und samstags. Geplant sind die Flüge vorerst bis zum 30. Oktober. Eine Stunde dauert der Flug, die Preise für eine Strecke beginnen bei 199 Euro pro Person, wie die Airline-Internetseite flyrna.com ausweist.

 

Damit beginnt für den Kassel Airport nach mehreren durch die Corona-Pandemie bedingten Verschiebungen die Tourismussaison. Schon zu Ostern sollten Sundair-Flüge in den Mittelmeerraum, unter anderem nach Mallorca, stattfinden. Sie wurden genauso abgesagt wie die weiteren Verbindungen der Airline für Mai und Juni. Nun soll es ab dem 1. Juli wieder ans Mittelmeer gehen. Das hatten Sundair und Kassel Airport kürzlich erklärt.

 

Dass beim ersten Flug nur zwölf Erwachsene und ein Kind dabei waren, ist für Flughafen-Geschäftsführer Lars Ernst kein Grund zur Besorgnis: „Immerhin sind es 13 Passagiere. Die Menschen sind aktuell noch verunsichert und deshalb muss es sich erst wieder einspielen.“

 

Die Passagiere kletterten mit Masken und warmer Kleidung in die Dornier Do 328, in der 31 Plätze zur Verfügung stehen. So gab es noch nicht die richtige Urlaubsstimmung am Flughafen. Für die meisten schien es ein erster Schritt zurück in die Normalität zu sein.

 

„Wir lieben Sylt und werden zwei Wochen dortbleiben“, sagte Elfi Lenz aus Kassel. Ihre Begleiterin und sie seien geimpft. Deshalb hätten sie keine Bedenken, mit anderen im Flugzeug zu sitzen. Ähnlich bewertete der Korbacher Guido Hoffmann den Besuch auf der Insel: „Wir freuen uns auf frische Nordseeluft, endlich wieder Essen und Einkaufen zu gehen – wieder ein Stück Normalität zu erleben.“

 

In den vergangenen Wochen habe sie viele Corona- Patienten auf der Intensivstation betreuen müssen, sagte Gesundheitspflegerin Annabell Marasus aus Kassel. Dabei habe sie viel Tragisches erlebt. Deshalb sei für sie jetzt Abstand nötig. Den Flug nach Sylt hat ihre Großmutter ihr geschenkt.

 

Pressemitteilung, 13.05.2021.