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A 44-Brücke bis Jahresende fertig
 

Mehrere Pannen haben für Verzögerungen gesorgt

Im Dezember 2017 sorgte der Neubau einer Brücke der A 44 in Höhe des Baunataler VW-Werks für Aufsehen. Beim Abriss der alten Brücke über die Straßenbahnstrecke zur Wendeschleife am VW-Werk rutschte ein Betonteil gegen einen Stützpfeiler der dort installierten Notunterstützung. Weil die Statik des Bauwerks nicht mehr gewährleistet war, wurde die A 44 voll gesperrt. Nachdem zunächst der südliche Teil der neuen Brücke aufgebaut wurde, ist aktuell der nördliche Abschnitt an der Reihe. Nach Angaben der Autobahngesellschaft laufen die Arbeiten nach anfänglichen Verzögerungen nun im Zeitplan. Nach dem ursprünglichen Plan sollte man bereits im Herbst 2020 fertig sein.

 

Die Behörde geht laut Pressesprecher Joachim Schmidt davon aus, dass der Brückenbau in Fahrtrichtung Dortmund voraussichtlich im Sommer beendet wird. „Unterhalb der Brücke laufen die Arbeiten noch bis Ende des Jahres weiter“, erläutert der Sprecher. „Hier werden Provisorien an den Ver- und Entsorgungsleitungen entfernt und die Leitungen neu geordnet und an die neue Brücke angepasst.“ Ebenso erhalte der „Schenkelsberggraben“ einen neuen Bachverlauf unterhalb des Brückenbauwerks. Und: „Abschließend wird der Rad-Gehweg neben dem Bachlauf neu hergestellt.“ Der Weg ist Teil einer beliebten Radverbindung zwischen Kassel und Baunatal. Seit dem Beginn der Arbeiten müssen Radler und Fußgänger eine Umleitung über die benachbarte, stark befahrene Altenbaunaer Straße in Kauf nehmen.

 

Und was erledigt die Baufirma ganz aktuell? Schmidt: „Im Moment wird die Schalung für den Brückenüberbau Nord hergestellt. Anschließend erfolgen die Verlegung der Stahlbewehrung und der Spannglieder, damit danach der Brückenüberbau betoniert werden kann.“ An der Verkehrsführung der Baustelle, die sich in den vergangenen drei Jahren teilweise als Nadelöhr entwickelt hatte, wird sich laut Behörde nichts mehr ändern. Der Verkehr werde bis zum Ende der Arbeiten auf je zwei Baustellenspuren pro Fahrtrichtung geführt.

 

Übrigens: Die Panne mit dem abrutschenden Betonteil zu Beginn der Bauarbeiten, war nicht die einzige Behinderung während der Bauphase. Zwischenzeitlich wurden die Arbeiten für Wochen unterbrochen, weil die Baufirma nicht über das den Bodenverhältnissen erforderliche Bohrgerät für die Gründungsarbeiten verfügte. Die Bauarbeiter verließen daraufhin über Wochen die Baustelle. Es kam zum Streit zwischen der Firma und den Planungsbehörden.

 

Ob die Gleise der KVG zur Wendeschleife am VW-Werk nach Ende der Brückenarbeiten wieder hergestellt werden, ist noch offen. KVG-Sprecherin Heidi Hamdad sagte lediglich: „Noch befinden wir uns in der Prüfungsphase, die sehr bald beendet sein wird.“

 

Pressemitteilung, 06.02.2021.