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„Im Spurt auf Sportwagenniveau“
 

Der VW ID.3 kommt jetzt in die Autohäuser – E-Antrieb stammt aus Baunatal

Die Schulungen in Theorie und Praxis sind für Patrick Patzer vorbei. Ab sofort muss der Verkäufer im Glinicke Autohaus Hessenkassel den neuen ID.3 inund auswendig kennen. Er muss alle Fragen von Kunden zum Auto und zum Weg des Konzerns hin zur Elektromobilität beantworten können.

 

Seit Herbst 2019 wird der ID.3 mit 205-PS-starkem EMotor aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal in Zwickau produziert. Jetzt rollt er in alle VW-Autohäuser in der Region. Ab 11. September bietet Hessenkassel beispielsweise Probefahrten mit dem Stromer an. In zahlreichen Onlinetrainings und jetzt Anfang September direkt im Autohaus an der Leipziger Straße sei er auf die Aufgabe vorbereitet worden, berichtet Patzer. Die geplante große Schulung für alle deutschen Verkäufer in Wolfsburg sei wegen Corona abgesagt worden.

 

„Heute bin ich das Auto das erste Mal gefahren“, sagt der 36-Jährige aus Edermünde- Besse. Dabei sei er ganz besonders vom Anzug des Elektroautos begeistert gewesen. Der ID könne im Spurt problemlos mit manchem Sportwagen mithalten, sagt Patzer. „Beim Anfahren an der Ampel gibt es nur wenige Schnellere." Beim Elektromotor habe man sofort die volle Kraft zur Verfügung.

 

Und der Innenraum des ID sei in Realität besser, als in manchem Test bislang beschrieben, so der Verkäufer. Vor allem die Bedienung per Touch-System am Lenkrad hat es Patzer angetan. Durch kurze Vibration werde dem Bediener die gewünschte Funktion vermittelt. „Es gibt fast keine Knöpfe mehr.“ Vom Konzept des reinen Elektroautos ist Patzer überzeugt. Es reiche, das Auto einmal in der Woche vollzuladen, sagt der 36-Jährige. Damit könne ein durschnittlicher deutscher Haushalt 80 Prozent aller wöchentlicher Fahrten erledigen.

 

Und ändern sich mit dem Schritt des Herstellers hin zur E-Mobilität auch die Fragen der Interessenten? Das sei auf jeden Fall so, sagt der Verkäufer So drehe sich ein Gespräch heute beispielsweise um Ladeinfrastruktur. „Da ist Vieles in Bewegung.“ Auf der anderen Seite bringe der ID eine Vereinfachung für das Personal mit in die Autohäuser. Es gebe nämlich nicht mehr so viele individuelle Ausstattungsvarianten, die einem Kunden erklärt werden müssten. Wolfsburg habe bestimmte Pakete vorgegeben.

 

Zufrieden mit der Ausbildung seiner Leute am ID.3 ist jedenfalls der neue Geschäftsführer von Hessenkassel, Reiner Seidl. Die Schulungen von Volkswagen seien vorbildlich gewesen, so der Nachfolger von Peter Krusche bei Glinicke. „Das A und O ist aber, dass das Fahrzeug von den Kollegen selbst erlebt wird.“

 

Für Patrick Patzer ist das Hauptverkaufsargument übrigens „das Preis-Leistungsverhältnis“. Abzüglich der staatlichen Förderung von 9000 Euro bleibe ein Grundpreis von 27 500 Euro. „Und dann nur einmal aufladen pro Woche – das kriege ich bei einem Verbrenner nicht.“

 

Pressemitteilung, 07.09.2020.