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VW setzt auf eigene Corona-Tests
 

Auch im Werk in Baunatal sollen sich Mitarbeiter bald untersuchen lassen können

Mit den testpflichtigen Reiserückkehrern aus Risikogebieten müssen mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Die Labore kommen dabei an ihre Grenzen. Volkswagen setzt jetzt auf eigene Tests. Auch am Standort in Baunatal stehen bereits zwei Container, die Probephase läuft. „Der Testbetrieb soll dann nächste Woche starten“, sagt Sprecher Heiko Hillwig.

 

Das Unternehmen plant, zehn Container an den Standorten in Wolfsburg, Braunschweig, Emden, Kassel, Salzgitter, Hannover und Sachsen aufzustellen. Deren Tests sollen dann im neuen Testzentrum in Wolfsburg ausgewertet werden, das unter dem Dach des Klinikums Wolfsburg betrieben wird. Es soll laut Volkswagen eine Laborkapazität von bis zu 2400 Tests pro Tag geben.

 

In den Containern können sich Beschäftigte, die Symptome zeigen, freiwillig auf das Virus testen lassen – unabhängig davon, ob die Symptome zuhause oder am Arbeitsplatz auftreten. Bei steigenden Fallzahlen an den Standorten können Beschäftigte aus geschäftskritischen Bereichen auch unabhängig von Symptomen getestet werden, teilt Volkswagen mit. Das Unternehmen trage dabei die Kosten der Untersuchungen.

 

Gunnar Kilian, Personalvorstand der Volkswagen AG, sagt: „Ein sicheres Arbeitsumfeld für unsere Kollegen hat weiter höchste Priorität. Zum Ende der Urlaubssaison steigt das Verbreitungsrisiko. Gleichzeitig zieht die Nachfrage wieder an, sodass wir einen neuerlichen Shutdown unbedingt vermeiden wollen.“ Daher ergreife Volkswagen alle notwendigen Schritte, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Als neue Vorgehensweise könne das Testangebot für Mitarbeiter dabei helfen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen.

 

Die Ausstattung mit den erforderlichen Testgeräten des Labors wurde von Volkswagen finanziert, betrieben wird es unter dem Dach des Klinikums Wolfsburg, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Ergebnis eines Rachenabstrichs im Container soll in der Regel spätestens 24 Stunden nach der Probenentnahme vorliegen.

 

An allen Standorten werden die Proben durch speziell geschulte medizinische Fachkräfte des Volkswagen-Gesundheitswesens unter Leitung von Werksärzten entnommen. Insgesamt über 100 Personen wurden laut Volkswagen dafür ausgebildet.

 

Pressemitteilung, 27.08.2020.