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Es ist soweit
 

MT absolviert ersten Wettkampf seit Anfang März – aber ohne Fans

Mehr als drei Wochen ist es her, dass die Handballer der MT Melsungen in die Vorbereitung eingestiegen sind. Zum Abschluss der ersten Trainingsphase bestreitet das Team von Coach Gudmundur Gudmundsson heute ab 16 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Testspiel gegen den Bundesliga-Konkurrenten TBV Lemgo Lippe. Danach bekommen die MT-Profis eine zehntägige Erholungspause. 

 

Für die Nordhessen ist es der erste Wettkampf seit dem Punktspielsieg am 7. März gegen die HSG Wetzlar. „Wir freuen uns auf das Spiel, es ist aber auch nur ein Test“, sagt MT-Manager Axel Geerken. Neuzugang Timo Kastening erklärt: „Ganz ehrlich: Es fühlt sich momentan noch sehr weit weg an, dass wir jetzt schon ein Spiel absolvieren.“ Andererseits weiß der National-Rechtsaußen auch, dass sich die Mannschaft rasch einspielen muss. Bereits am Wochenende des 29./30. August wird es für die Melsunger dann erstmals ernst, wenn sie in der ersten Qualifikationsrunde zur European League bei Bjerringbro-Silkeborg/Dänemark antreten müssen.

 

So ist die Situation vor dem Spiel gegen Lemgo. 

 

Vorfreude 

 

„Endlich“, sagt Torjäger Julius Kühn. „endlich wieder ein Spiel. Ich freue mich, dass wir uns mal wieder mit einem anderen Team messen – und dann auch noch gegen einen so attraktiven Gegner.“ Bislang gab es für ihn und seine Kollegen nur intern ein paar Trainingsspielchen. „Dabei“, so Kühn weiter, „ging es aber auch schon mächtig zur Sache.“ 

 

Körperlicher Zustand 

 

„Meine Beine fühlen sich immer noch nicht besser an“, sagt Kastening schmunzelnd. Seit dem Vorbereitungsbeginn am 10. Juli hatten die Melsunger Spieler maximal einen Tag pro Woche frei – und absolvierten in dieser Zeit zumeist zwei bis drei Übungseinheiten pro Tag. „Es gehört dazu, dass die Beine angesichts dieser hohen Belastung jetzt schwer sind“, stellt Trainer Gudmundsson fest. 

 

Sportlicher Wert 

 

Der Spielausgang ist zu vernachlässigen. Dennoch hat der Isländer große Erwartungen an den freundschaftlichen Vergleich: „Danach werden wir wissen, wo wir stehen und woran wir noch arbeiten müssen.“ Zwischen den üblichen Kraft-, Ausdauer- und Athletikeinheiten arbeitete Gudmundsson mit seinem Team auch schon intensiv an Angriff- und Abwehrkonzepten. Der Feinschliff erfolgt erst in der am 17. August beginnenden heißen Phase. Die Lemgoer beginnen am Donnerstag ein viertägiges Trainingslager in der Bundeswehr-Kaserne in Augustdorf. 

 

Integration 

 

Vier Neuzugänge weist der Kader der MT auf: Neben Kastening und dessen Nationalmannschaftskollegen Silvio Heinevetter gehören noch Arnar Freyr Arnarsson sowie Youngster Ole Pregler dazu. „Ich habe das Gefühl, dass sie schon viel länger bei uns sind“, sagt Kühn, „sie tragen zu einer positiven Stimmung bei.“ Beim Mannschaftsabend am vergangenen Samstag in Kassel blieb dem Quartett das eine oder andere Willkommens-Ritual nicht erspart. Den Chili-Genuss haben alle vier unbeschadet überstanden. „Mit dem ganzen Team komme ich gut aus“, betont Kastening. 

 

Personal 

 

Gudmundsson muss heute auf Linksaußen Michael Allendorf (Muskelfaserriss) verzichten. Dafür wird Yves Kunkel auf Linksaußen durch den jungen Fin Backs unterstützt. Fraglich ist der Einsatz des leicht angeschlagenen Kapitäns Finn Lemke, für den eine Partie gegen Lemgo immer etwas Besonders wäre. Der Hüne war selbst beim TBV, und seit geraumer Zeit trägt Bruder Jari das Trikot der Lipper. Fotos: ANDREAS Fischer

 

Pressemitteilung, 05.08.2020.