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Für bis zu 240 Teilnehmer ist Platz
 

CORONAVIRUS Auswirkungen im Alltag – Kongress Palais wieder in Betrieb

Nach dem Willen von Bund und Ländern bleiben Großveranstaltungen zur Eindämmung der Corona- Pandemie bis Ende Oktober verboten. Mit umfangreichem Hygienekonzept nimmt indes das Kongress Palais in Kassel wieder den Betrieb für Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern auf. Fragen und Antworten:

 

Ab wann kann das Kongress Palais wieder gebucht werden?

 

Ab sofort können dort wieder Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen stattfinden, in Ausnahmefällen sind sogar mehr Teilnehmer zulässig. Das für den Neustart entwickelte Konzept reiche von Hygienemaßnahmen bis zu angepassten Bestuhlungsvarianten, berichtet Christof Nolda. Der Stadtbaurat ist Aufsichtsratsvorsitzender der Kassel Marketing GmbH, die das Palais betreibt. Während im Festsaal mit besonderer Genehmigung Tagungen mit bis zu 240 Personen möglich seien, dürften im Kolonnadensaal bis zu 140 zeitgleich zusammenkommen. Zudem sei eine Kombination mehrerer Räume für größere Firmenveranstaltungen erlaubt.

 

Welches Risiko besteht bei der Buchung?

 

Die Buchung von Räumlichkeiten im Kongress Palais sei „völlig risikofrei“, heißt es. Sollte wegen behördlicher Maßnahmen der Veranstaltungsbetrieb in Hessen erneut eingeschränkt werden, sei eine kostenfreie Stornierung möglich. Als „gutes Signal“ für Veranstaltungsplaner und Unternehmen aus der Region bezeichnet Andreas Bilo, Geschäftsführer der Kassel Marketing GmbH, die Wiedereröffnung des Kongress Palais. In fast allen Bereichen könne der Mindestabstand eingehalten werden. In den Sanitärbereichen und an allen Eingängen stünden Spender mit Desinfektionsmittel bereit. Geländer, Handläufe und Türklinken sowie Pausenbereiche würden häufiger gereinigt. Die gesamte Food-Logistik sei neu organisiert – vom Ablauf der Kaffeepausen bis zur Bereitstellung von Lunch- und Dinnerstationen, betonten Nolda und Bilo zum Neustart.


Wie hat sich die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis entwickelt?

 

Nach Angaben des Gesundheitsamtes Region Kassel liegen (Stand Donnerstagmorgen) insgesamt 737 bestätigte Corona-Infektionen vor, das ist eine mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle (38) und die der Genesenen (674) sind in Stadt und Landkreis unverändert. Somit sind mit dem Coronavirus 25 Menschen in der Region infiziert, eine Person mehr als am Vortag. Davon entfallen 17 auf die Stadt und acht auf den Landkreis Kassel. Fünf Infizierte müssen in Krankenhäusern behandelt werden, ein Patient liegt auf einer Intensivstation. Die erst am Abend bekannt gewordenen Fälle in Bettenhausen sind in dieser Statistik noch nicht berücksichtigt.

 

Was ist mit den Angeboten für Kinder und Jugendliche in Kassel?

 

Immer mehr Angebote öffnen wieder. Allerdings bleibe es ein eingeschränkter Betrieb unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, betonte Jugenddezernentin Ulrike Gote. Zudem hätten Mitarbeiter des Jugendamts, des Amts für Schu- le und Bildung und auch die freien Träger virtuelle Alternativen erarbeitet, die weiter ausgebaut werden sollten. Für den Sommer könne daher ein vielseitiges Programm für alle Altersstufen und Interessenlagen angeboten werden, so Gote.


Sind die Jugendzentren wieder geöffnet?

 

Ja, sie stehen nach Angaben der Stadt Kassel offen, wenn auch nur für eine jeweils begrenzte Zahl von Besuchern. Auch die mobile Jugendarbeit sei wieder in den Stadtteilen unterwegs. Dabei werde auch die Unterstützung von Homeschooling in Kooperation mit Schulsozialarbeitern und weiteren Akteuren angeboten.

 

Welche Projekte werden noch geboten?

 

Die kommunale Kinder- und Jugendförderung hat laut Gote schriftliche, telefonische und video-gestützte Angebote wie Sprechstunden oder Online-Tutorials organisiert. Auch das kommunale Bildungsmanagement habe viele Angebote umgesetzt, inklusive digitaler Lernformate. Das „Theater im Ganztag“ sei auf Videoclips umgestellt worden, die Schule am Wall biete in Kooperation mit dem Offenen Kanal eine Fernsehschule an. Einen Ganztagsbolzer- Podcast gebe es in Kooperation mit dem Verein Streetbolzer. Das Übergangsmanagement habe für Schüler, die vor einer Bewerbung stehen, Video- und Onlineformate entwickelt. Eine Übersicht der Angebote gibt es auf kassel.de/angebotkiju.

 

Wann wird die Hebammen- Sprechstunde wieder stattfinden?

 

Die offene Hebammensprechstunde des Diakonischen Werks Kassel wird wieder ab 6. Juli angeboten. Sie findet dann jeden Montag von 10 bis 12 Uhr in der Wildemannsgasse 14 statt. Die Sprechstunde steht nach Angaben der Diakonie Interessierten auch ohne Anmeldung zur Verfügung. Die Hygienevorschriften sehen Mund- und Nasenschutz vor. Besucher der Sprechstunde sollten einzeln, wenn unvermeidbar mit Baby, erscheinen und sich zuvor an der Pforte am Eingang melden. An wen richten sich die von den Familienhebammen gebotenen Hilfen? Die Familienhebammen unterstützen ab der Geburt und während des ersten Lebensjahres das Familienleben mit dem Baby. Sie betreuen Mutter/ Vater und Kind bei Bedarf schon im Wochenbett und beraten zur Ernährung und Pflege des Babys, zur Entwicklung und zu Gesundheitsfragen. Die Hilfen kommen laut Diakonie für Alleinerziehende, Familien in schwierigen Lebenssituationen, jugendliche Mütter, Mütter mit seelischen und besonderen medizinischen oder psychosozialen Belastungen infrage. Der Einsatz müsse über das Jugendamt beantragt werden.

 

Pressemitteilung, 19.06.2020.