Logo Regionalmanagement Nordhessen
Deutsch  Deutsch

Drohnen-Alarm in Echtzeit
 

Kasseler Unternehmen Dedrone geht Partnerschaft mit BlackBerry ein

Der Kasseler Drohnenabwehr- Spezialist Dedrone ist eine Partnerschaft mit dem ehemaligen Mobiltelefon- und Smartphone-Hersteller BlackBerry eingegangen. Das kanadische Unternehmen hat sich inzwischen auf Sicherheitssoftware und -dienstleistungen fokussiert. Im Rahmen der Technologiepartnerschaft integriert Dedrone eine Notfallmanagement- Software von BlackBerry namens AtHoc in seine Produkte. Ziel dabei ist es laut Dedrone, sichere Echtzeit- Warnmeldungen zu ermöglichen, wenn eine gefährliche oder nicht autorisierte Drohne im Luftraum entdeckt wird.

 

„Sobald eine unautorisierte Drohne in einen geschützten Luftraum eindringt, ist Zeit von entscheidender Bedeu- tung. Je effektiver das Personal vor Ort reagieren kann, desto besser sind seine Chancen, dem Ziel der Drohne entgegenzuwirken“, erklärt Aaditya Devarakonda, Präsident und Leiter des operativen Geschäfts von Dedrone. Die Alarmierungsfunktionen von AtHoc in Kombination mit der Drohnenerkennungstechnologie von Dedrone ermögliche es den Kunden, präzise und rechtzeitig zu reagieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.

 

Dedrone entwickelt Sensoren, die unbemannte Flugobjekte am Fluggeräusch und - verhalten sowie an Form und Funksignalen erkennen, wenn sie in einen geschützten Luftraumeindringen. Das Drohnenwarnsystem kommt etwa bei Unternehmern, Veranstaltungen und kritischen Infrastrukturen wie Flughäfen, militärischen Einrich- tungen, Gefängnissen, Kraftwerken, Rechenzentren und Umspannwerken zum Einsatz. Es lokalisiert die Piloten, alarmiert die Sicherheitskräfte und aktiviert Schutz- und Abwehrmaßnahmen.

 

Die Basis bilden von Dedrone entwickelte Radiofrequenzsensoren, die Drohnen und Fernsteuerungen anhand ihrer Funksignale identifizieren und orten. Drone- Tracker, die Dedrone-eigene Softwareplattform, sammelt, verarbeitet und bewertet die Sensor-Informationen und bestimmt die Position des Piloten.

 

Die BlackBerry-Software, die nun in die Dedrone-Technologie integriert wird, ist ein Alarmierungssystem, das in Echtzeit reagiert. Die Warnung geht sofort auf dem Endgerät des Nutzers ein. So kann der Flug noch schneller gestoppt werden und der Kunde kann noch effizienter reagieren. Er kann beispielsweise seine Mitarbeiter zügig in Sicherheit bringen, seine WLAN-Verbindung im betroffenen Bereich abschalten oder seine Prototypen abschirmen, um sich vor Spionage zu schützen.

 

Dedrone ist nach eigenen Angaben der Technologieführer im Bereich Luftraumsicherheit. Das Unternehmen wurde 2014 in Kassel gegründet. 2016 verlegte es seinen Hauptsitz nach San Francisco, da der Markt für Sicherheitssysteme in den USA größer ist.

 

Entwicklung und Produktion befinden sich nach wie vor in Nordhessen. Der Drohenabwehr- Spezialist beschäftigt an seinen Standorten in Kassel, San Francisco, Sterling und London insgesamt 90 Mitarbeiter, 53 davon in Kassel.

 

Pressemitteilung, 18.06.2020.