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Hygiene-Konzept gegen Corona
 

Steigende Fahrgastzahlen: Bahn hat im Fernbahnhof ersten Desinfektionstower installiert

Die zunehmenden Lockerungen sind auch für die Deutsche Bahn spürbar. Die Züge füllen sich wieder. Den steigenden Fahrgastzahlen begegnet das Unternehmen mit einer Hygieneoffensive: Im Fernbahnhof Wilhelmshöhe ist jetzt neben dem Info-Schalter gleich hinter dem Haupteingang ein auffälliger, drei Meter hoher Desinfektions-Tower in Betrieb genommen worden.

 

Insgesamt will die Bahn jeweils zwei davon im Fernbahnhof und im Hauptbahnhof aufstellen sowie einen weiteren im Fuldaer Hauptbahnhof. Daneben sollen insgesamt zehn kleinere Hygienestationen in der Nähe der Wartebereiche platziert werden. Vier seien schon in Betrieb, teilte Leif Niklas Wulf, Leiter des Bahnhofsmanagements Kassel, bei der Vorstellung des aufgerüsteten Hygienekonzepts mit.

 

Mund- und Nasenschutz ist in Zügen und Bahnhöfen der DB bereits Pflicht. Auf sie und die Abstandsregeln weisen Aufkleber und Hinweise auf den Gängen der Bahnhöfe hin. Mit zusätzlichen Maßnahmen, wie häufigerer Reinigung und Desinfektion von Fußböden, Handläufen und sonstigen Flächen wappne man sich nun für die Normalisierung des Bahnverkehrs. „Die Passagierzahlen sind gefühlt und gezählt deutlich gewachsen. Es ist spürbar mehr los“, sagte Wulf. An Pfingsten habe man bereits wieder 50 Prozent der Fahrgastzahlen erreicht, wie sie vor Corona üblich waren. Er schätzt die Zahl der Fahrgäste und Besucher des Bahnhofs Wilhelmshöhe momentan auf täglich 12 500. Der neue Desinfektionstower, der 4000 Euro kostet, funktioniert über einen Sensor. Man muss nur die Hände in die viereckigen Aussparungen stecken. Er hat ein Fassungsvermögen von zehn Litern Desinfektionslösung. Die Beschriftung in deutscher und englischer Sprache weist auf die Hygiene-Regeln hin, die außerdem an den Bahnsteigen regelmäßig durchgesagt werden.

 

„Gefühlt 90 Prozent“ hielten sich an diese Regeln, meinte Wulf. Bei den Übrigen sei es meistens „Gedankenlosigkeit“. Man habe es bisher bei freundlichen Ermahnungen belassen. Anscheinend sind diese auch nötig. Denn während des Pressetermins waren immer mal wieder Menschen im Bahnhof ohne Maske unterwegs.

 

Am Anfang der Viruskrise sei die Umstellung „enorm schwierig gewesen“, sagte Ergün Sahin vom Bahnhofsmanagement. Inzwischen habe man Personal aufgestockt, es würden Überstunden gemacht. Sieben bis acht Mitarbeiter kümmerten sich im Schichtbetrieb um die Hygiene.

 

Pressemitteilung, 18.06.2020.