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Mit dem Smartphone durch Kassel
 

Digitales Besucherleitsystem soll bis zur documenta 2022 entwickelt werden

Im vergangenen Jahr habe es erstmals mehr als eine Million Übernachtungen in Kassel gegeben, außerhalb eines documenta-Jahrs, so Stadtbaurat Christof Nolda. "Der Tourismus boomt in Kassel." Auf diesen Erfolgen wolle man sich aber nicht ausruhen, so Nolda am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Rathaus.

 

Um das Angebot für Touristen in der Stadt zu verbessern, soll unter Leitung vom Regionalmanagement Nordhessen bis zur documenta 2022 ein einheitliches digitales Besucherleitsystem eingeführt werden. Damit werde die Stadt eines der zentralen Schlüsselprojekte der im Jahr 2015 verabschiedeten Tourismusstrategie umsetzen, so Nolda. Für das Projekt stünden rund 420 00 Euro zur Verfügung. Die Hälfte der Kosten übernehme die Stadt Kassel, der Rest werde durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

 

Wie das digitale Leitsystem konkret in zwei Jahren aussehen soll, das stehe noch nicht fest, so Ute Schulte, Geschäftsführerin des Regionalmanagements Nordhessen.

 

Man stehe erst am Anfang des Entwicklungsprozesses. Zuerst müsse geschaut werden, welche Daten auf den verschiedenen Internetseiten und Apps der Stadt vorhanden sind und wie diese für Besucher zielführend zusammengeführt werden können. Beispiele für digitale Lenkung gebe es mittlerweile zahlreich: ob nun interaktive Informationsstellen, progressive Web Apps, die Ausspielung standortbezogener Dienste über das Smartphone oder die digitale Abbildung möglicher Routen. Die Herausforderung und das Ziel des Projekts seien, eine optimale Lösung für die Stadt Kassel auszuarbeiten und diese auch für das nordhessische Umland verfügbar zu machen.

 

Kulturdezernentin Susanne Völker weist daraufhin, dass bei dem Auftakttreffen zu dem Projekt am Dienstag alle Einrichtungen, die für den Tourismus relevant sind, beteiligt waren. Ob nun die Museumslandschaft Hessen Kassel, Kassel Marketing, die documenta GmbH oder die KVG, um nur einige Beispiele zu nennen.

 

Mithilfe des Leitsystems sollen die Gäste der Stadt nicht nur über die Sehenswürdigkeiten informiert werden, sondern auch, wie sie von A nach B kommen und welche weiteren Möglichkeiten es im Umfeld gibt. Kern des Leitsystems sollen digitale Lenkungspunkte sein, die es dem Gast ermöglichen, sich individuell durch Kassel zu bewegen., so die Kulturdezernentin.

 

Das hört sich noch alles noch sehr abstrakt an. Stadtbaurat Nolda ist sich aber sicher, dass die Stadt Kassel mit dem neuen Leitsystem ihre Gästen zukünftig ein zeitgemäßes Plus an Information, Service und Komfort bieten kann. "Damit ist das Projekt ein wichtiger Baustein und eine sinnvolle Investition in die Leistungs-, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Destination Kassel."

 

HNA, 29.01.2020 von Ulrike Pflüger-Scherb