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Überwachung für Bahnhof
 

Bahn will Kameras in Wilhelmshöhe installieren

An vielen großen Bahnhöfen gehört Videoüberwachung längst zum Standard, in Wilhelmshöhe bislang nicht. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Die Deutsche Bahn hat jetzt die Zusage gemacht, die Technik im Jahr 2021 zu installieren. Darauf verweist der Kasseler Bundestagsabgeordnete Timon Gremmels (SPD), der mit dem Generalbevollmächtigten der Bahn für Hessen, Klaus Vornhusen, Kontakt hatte.

 

Auslöser für die Initiative war ein schlimmer Vorfall im Frankfurter Hauptbahnhof, wo imSommer 2019 ein kleiner Junge vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde. Durch die Videoüberwachung dort konnte der Täter schnell ermittelt werden. In Kassel wäre das so nicht möglich, denn weder am Hauptbahnhof noch am Fernbahnhof in Wilhelmshöhe steht die entsprechende Technik zur Verfügung. Das hatte die Bahn im Sommer auf Nachfrage der HNA bestätigt.

 

Zumindest für Wilhelmshöhe soll sich das ändern. Er sei kein Freund einer generellen Überwachung auf öffentlichen Plätzen, doch an neuralgischen Punkten solle das möglich sein, sagt Timon Gremmels. Den Fernbahnhof zählt er eindeutig zu den Orten, an denen Videokameras sinnvoll sei. Ähnlich sieht es die für die Sicherheit an Bahnhöfen zuständige Bundespolizei. In der Regel gehe es zum Glück um weniger spektakuläre Vorfälle als in Frankfurt, sagt Klaus Arend, Sprecher der Kasseler Bundespolizei. Zum Beispiel in Gießen, wo es schon länger eine Überwachung gebe. „Da haben wir die Erfahrung gemacht, dass das bei der Ermittlung von Straftätern immer wieder hilfreich ist“, sagt Arend. Unter anderem habe man dort Taschendiebe aufgrund des Bildmaterials überführen können. Auch zur Abschreckung von Straftätern sei die Überwachung geeignet.

 

Die Bahn hat jetzt schriftlich zugesagt, dass auch in Wilhelmshöhe Videokameras installiert werden. Das wolle man im vierten Quartal 2021 umsetzen, sagt Klaus Vornhusen. Nach Angaben der Bahn dauert es so lange, bis die Finanzierung geklärt, die Planung gemacht und die Ausschreibung auf den Weg gebracht ist.

 

Pressemitteilung, 06.01.2020.