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Großauftrag für Rheinmetall
 

Kassel liefert für dreistelligen Millionenbetrag Panzerteile nach Nordafrika

Der Rheinmetall Standort Kassel hat einen weiteren bedeutenden Großauftrag an Land gezogen. Wie der Panzerbauer gestern mitteilte, hat ein „internationaler Kunde“ Komponenten für Fahrzeuge des Typs Fuchs 2 geordert. Der Auftrag habe ein Volumen im dreistelligen Millionenbereich und solle 2019/20 abgearbeitet werden.

 

Um wen es sich bei dem Kunden handelt, teilte der Düsseldorfer Konzern zwar nicht mit. Es dürfte aber Algerien sein. Das nordafrikanische Land hatte 2014 nicht nur einen Rahmenvertrag über knapp 1000 dieser Radpanzer unterzeichnet, sondern gleichzeitig eine Montagefabrik geordert. Seither bauen die Algerier, die in Kassel geschult wurden, die Fahrzeuge mit Rheinmetall-Hilfe selbst.


Auftrag von 2,7 Mrd. Euro

Die Komponenten werden aber in Deutschland produziert. Daran ist Kassel maßgeblich beteiligt. Hier werden die entsprechenden Einheiten kommissioniert und auf die Reise geschickt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von 2,7 Milliarden Euro.

 

Der in Kassel entwickelte und gebaute Fuchs ist in unterschiedlichen Varianten und Schutzstufen eines der erfolgreichsten Militärfahrzeuge aus europäischer Produktion. Bis heute wurden rund 1400 Exemplare gebaut. Erst unlängst hat die Bundeswehr Rheinmetall mit der Modernisierung von 272 Füchsen auf den aktuellen Stand 1A8 beauftragt. Die Fahrzeuge werden praktisch bei allen Auslandseinsätzen der Bundeswehr gebraucht. Der Fuchs 2 ist eine Weiterentwicklung und verfügt über ein starkes Triebwerk einen besseren Schutz, mehr Platz und digitale Technik. Rheinmetall beschäftigt in seinen beiden Kasseler Werken im Mittelfeld etwa 1000 Mitarbeiter.

 

HNA, 09.10.2018 von José Pinto