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Starkes Quartal für BMW und Audi

Die Autobauer BMW und Audi haben Verkäufe, Umsatz und Gewinn im ersten Quartal kräftig gesteigert, bleiben aber mit Blick auf die Corona-Pandemie und Lieferengpässe bei Halbleitern für das Gesamtjahr vorsichtig: Im Gegensatz zu Volkswagen und Mercedes- Benz ließen sie ihre Jahresprognosen am Freitag unverändert. BMW-Chef Oliver Zipse sagte inMünchen: „Momentan geht es ziemlich drunter und drüber. Zum Glück in den meisten Märkten drüber.“

 

BMW machte im ersten Quartal 2,83 Milliarden Euro Gewinn, nach 574 Millionen im von der Pandemie geprägten Vorjahresquartal. Vor allem in China, aber auch in Europa und den USA verkauften die Münchner mehr Autos: Der weltweite Absatz stieg um ein Drittel, und die Autobauer mussten weniger Rabatte geben – „ein wichtiger Treiber für das gute Konzernergebnis“, erklärte Finanzvorstand Nicolas Peter. Außerdem griffen die Sparprogramme. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro. Zum ersten Mal seit zehn Quartalen sei die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 9,8 Prozent vom Umsatz wieder im Zielkorridor, sagte Zipse.

 

Bei den Halbleiter-Engpässen könne auch BMW nicht davon ausgehen, ganz ungeschoren davonzukommen, allerdings habe BMW bisher weniger Produktionsausfälle als die Konkurrenz. Die Krise wird sich laut Zipse noch ein bis zwei Jahre hinziehen. Ein langfristiges Thema dagegen sei: „Rohstoffe werden teurer.“ Finanzchef Peter erwartet hier stärkere Belastungen in der zweiten Jahreshälfte, etwa bei Stahl, Rhodium und Palladium. Im Gesamtjahr könnte das BMW zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Euro kosten. Im laufenden Jahr will das Unternehmen rund 100 000 vollelektrische Autos und 200 000 Plugin- Hybride verkaufen.

 

Auch bei Audi in Ingolstadt schaut man vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate. Im ersten Quartal verkaufte die VW-Tochter weltweit 463 000 Autos, davon 45 Prozent in China. Der Umsatz stieg auf 14,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis – ohne die Zahlen des Gemeinschaftswerks in China – kletterte von einer schwarzen Null im Vorjahreszeitraum auf 1,4 Milliarden Euro. Einschließlich China- Geschäfts kam Audi auf einen Gewinn von 1,47 Milliarden Euro nach Steuern.

 

Im ersten Quartal erwirtschaftete Audi eine Umsatzrendite von zehn Prozent. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen aber weiter sieben bis neun Prozent an. Wegen fehlender Chipteile muss das Unternehmen immer wieder Schichten streichen und Kurzarbeit fahren.

 

Die Audi-Mutter Volkswagen hatte bereits am Vortag Zahlen vorgelegt. Ein Gewinn von 3,4 Milliarden Euro ziert die Bilanz des Startquartals 2021, nahezu sieben Mal so viel wie zu Beginn des ersten Pandemie-Jahres. Ihren Umsatz konnten die Wolfsburger um etwa 13 Prozent auf 62,4 Milliarden Euro steigern. Die weltweiten Auslieferungen legten um mehr als ein Fünftel auf gut 2,4 Millionen Fahrzeuge zu.

 

Vorbehaltlich einer weiteren Eindämmung der Pandemie peilt VW nun einen Umsatz deutlich über dem Vorjahreswert und eine Gewinnspanne von 5,5 bis 7 Prozent des Umsatzes im laufenden Geschäft an.

 

Pressemitteilung, 08.05.2021.