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Maersk bringt erstes kohlenstoffneutrales Linienschiff schon 2023 – nicht erst 2030
 

A.P. Moller – Maersk setzt auf Dual-Fuel-Antrieb mit E-Methanol oder Bio-Methanol.

A.P. Moller – Maersk ist ein integriertes Containerlogistikunternehmen, das daran arbeitet, die Lieferketten seiner Kunden zu verbinden und zu vereinfachen. Als weltweit führender Anbieter von Schifffahrtsdienstleistungen ist das Unternehmen in 130 Ländern tätig und beschäftigt rund 80.000 Mitarbeiter. 

 

Das Beispiel der Reederei Maersk zeigt, wie bei der Dekarbonisierung der Industrie ganz unterschiedliche Kräfte wirken: Endkunden und Kapitalgeber drängen Produkthersteller zu mehr Nachhaltigkeit, der Emissionshandel zwingt zur Reduzierung der CO2-Emissionen und die nationalen oder kontinentalen Gesetzgeber setzen strengere Umweltvorschriften. Im Ergebnis sieht sich ein Gigant wie Maersk gezwungen, die eigenen Pläne auf den Prüfstand zu stellen. 

 

Etwa die Hälfte der 200 größten Kunden von Maersk haben sich ehrgeizige, wissenschaftlich fundierte oder kohlenstofffreie Ziele für ihre Lieferketten gesetzt – oder sind dabei, sich solche Ziele zu setzen, Tendenz steigend. Maersk will nun alle zukünftigen Maersk-eigenen Neubauten mit der Dual-Fuel-Technologie ausgestattet, die entweder einen kohlenstoffneutralen Betrieb oder den Betrieb mit Standard-„Very Low Sulphur Fuel Oil“ (VLSFO) ermöglicht. 

 

Das Methanol-Feederschiff von Maersk wird eine Kapazität von etwa 2000 TEU haben und in einem seiner intraregionalen Netzwerke eingesetzt werden. Während das Schiff mit Standard-VLSFO betrieben werden kann, ist geplant, das Schiff vom ersten Tag an mit klimaneutralem E-Methanol oder nachhaltigem Bio-Methanol zu betreiben.

 

Sowohl das mit Methanol betriebene Feederschiff als auch die Entscheidung, zukünftige Neubauten mit Dual-Fuel-Motoren auszustatten, sind Teil der laufenden Flottenerneuerung von Maersk. 

 

Eine kohlenstoffneutrale Zukunft für die Schifffahrt erfordert Innovation, Tests und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Industriepartnern. Maersk erforscht weiterhin mehrere kohlenstoffneutrale Kraftstoffpfade und erwartet, dass in Zukunft mehrere Kraftstofflösungen nebeneinander existieren werden. Methanol (E-Methanol und Bio-Methanol), Alkohol-Lignin-Gemische und Ammoniak bleiben die wichtigsten Kraftstoffkandidaten für die Zukunft. 

 

Ein wichtiger Kooperationspartner ist das Mærsk Mc-Kinney Møller Center for Zero Carbon Shipping, ein unabhängiges, gemeinnütziges Forschungs- und Entwicklungszentrum, das sektor-, organisations-, forschungs- und behördenübergreifend arbeitet, um die Entwicklung und Umsetzung neuer Energiesysteme und -technologien zu beschleunigen.

 

Pressemitteilung, 22.02.2021.