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Schneller mit der Tram durchs Lossetal
 

NVV prüft, wie sich die Verbindung zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau verbessern lässt

Fahrgäste in der Tram zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau sollen künftig schneller an ihr Ziel gelangen. Zumindest lässt der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) derzeit prüfen, wie die Fahrzeit zwischen den Kommunen verkürzt werden könnte. Das bestätigte NVV-Sprecherin Sabine Herms auf HNA-Anfrage. Angesichts des bevorstehenden Lückenschlusses der A 44 im Lossetal werde die Autofahrt von und nach Kassel künftig deutlich schneller werden, so Herms. „Daher muss es unser Interesse sein, auch den ÖPNV zu verbessern, um die Menschen für den ÖPNV dort zu gewinnen oder auch als Fahrgäste zu halten.“

 

Um das zu erreichen, hat der NVV die Firma Transport- Technologie-Consult Karlsruhe (TTK) mit ins Boot geholt. Das Kompetenzzentrum für schienengebundenen ÖPNV, wie sich die Firma nennt, erstellt nun ein Gutachten.

 

Es soll geklärt werden, ob weiterhin eine Tram oder womöglich sogar eine Regiotram zwischen Kassel und Hessisch Lichtenau fahren kann. „Bei einer Regiotram- Nutzung müsste aber das vorhandene gute Angebot nach Melsungen, Hofgeismar oder Wolfhagen reduziert werden, da auf den genannten Strecken 100 Prozent der vorhandenen Fahrzeugkapazitäten gebunden sind“, erklärt Herms. Daher sei der Regiotram- Einsatz unwahrscheinlich, werde aber dennoch verglichen. Obendrein prüfe die Firma TTK auf Basis der vorhandenen Infrastruktur die möglichen Fahrwege. Dazu zählen laut Herms auch Eisenbahn- und Straßenbahnstrecken. Dabei spielten beispielsweise Begegnungen von Fahrzeugen und Signale eine Rolle.

 

Das Gutachten koste rund 60 000 Euro. Ergebnisse mit Hinweisen und Empfehlungen erwarte der NVV im Frühsommer dieses Jahres. „Daraus ergibt sich dann die Entscheidung, die wir im NVV fällen werden“, sagt Herms. Unterm Strich wolle man die Verkehrswende umsetzen.

 

Pressemitteilung, 06.01.2021.