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HÜBNER wird d15-Standort
 

documenta will Gelände in Bettenhausen nutzen

Die beiden ehemaligen Hübner-Gelände in Bettenhausen sollen 2022 documenta- Standort werden. Nach HNA-Informationen hat das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa, das die künstlerische Leitung der kommenden Weltkunstausstellung innehat, das Gelände schon mehrfach besichtigt und sich dort umgesehen.

 

Neben den Hübner-Arealen soll Ruangrupa auch an weiteren Standorten in Bettenhausen interessiert sein. Darunter sind das ehemalige Hallenbad Ost, das Sandershaus und die früheren Industriehallen von General Electrics an der Lilienthalstraße. Auch der von der Stadt Kassel kürzlich sanierte Hochbunker an der Agathofstraße und das dort geplante Kulturzentrum könnten in die Planungen für die Weltkunstschau mit einbezogen werden.

 

Der Bahntechnik-Hersteller Hübner ist aus den Räumen an seinem früheren Stammsitz an der Agathofstraße bereits zu großen Teilen ausgezogen. Die Flächen an der Königinhofstraße sollen noch ungefähr ein Jahr weitergenutzt werden, bevor das Unternehmen alle seine Kasseler Standorte im Industriepark Waldau vereinen will. Spätestens dann also könnte sich die Weltkunstausstellung dort ausbreiten. Offiziell bestätigen wollte Hübner das bislang nicht.

 

Sabine Schormann, documenta- Generaldirektorin, wollte der offiziellen Präsentation des Hübner-Areals, die in der kommenden Woche ansteht, noch nicht vorgreifen, wie sie kürzlich im Interview sagte. „Es ist jedenfalls ein großartiges Gelände, weil es uns die Möglichkeit gibt, Kunstwerke hervorragend zu präsentieren und die Besucher auf einer großen Fläche zu verteilen“, sagte Schormann im Hinblick auf pandemiegerechte Bedingungen, auf die sich das documenta- Team auch für den Sommer 2022 einstellt.

 

Weiter habe die documenta „spannende Locations“ wie das Hallenbad Ost und das Sandershaus im Blick: „Wenn Sie das vom Friedrichsplatz aus sehen, bildet sich gewissermaßen eine Achse mit einem Sporn bis maximal zu den Bugaseen“, sagte Schormann. Außerdem werde es „einige ,Pop-up‘-Geschichten geben“, die sich in die Nordstadt und an andere Orte bewegen.

 

Nach HNA-Informationen gibt es bei der Kasseler Verkehrs- Gesellschaft (KVG) – die ihren Betriebshof in unmittelbarer Nähe an der Sandershäuser Straße hat – Interesse, das Grundstück von Hübner nach der documenta langfristig zu nutzen.

 

Pressemitteilung, 10.12.2020.