Logo Regionalmanagement Nordhessen
Deutsch  Deutsch

Zukunft des Autohauses ist geregelt
 

Reinhard Ostmann gründet Stiftung für bedürftige Menschen

Mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung will der Wolfhager Unternehmer Reinhard Ostmann die Zukunft des Autohauses Ostmann sichern. Gleichzeitig verstärkt er mit der Ostmann-Stiftung sein soziales Engagement. Die Stiftung soll bedürftige Menschen ebenso unterstützen wie in Not geratene Mitarbeiter oder ehemalige Beschäftigte der Ostmann-Gruppe, die aktuell an acht Standorten in Nordhessen vertreten ist. Am Donnerstag wird Regierungspräsident Hermann- Josef Klüber im feierlichen Rahmen die Urkunde zur Stiftungsgründung übergeben.

 

Da Ostmann, der sich in wenigen Jahren aus dem Geschäftsleben zurückziehen möchte, keinen Nachfolger für sein Unternehmen hat, sah er für sich nur zwei Optionen: „Entweder ich verkaufe, oder ich bringe meine Anteile an der Ostmann KG in eine Stiftung ein“, so der 63-Jährige. Er entschied sich für letztere Variante – vor allem deshalb, weil ihm viel daran liegt, das erwirtschaftete Kapital in der Region zu belassen und benachteiligten Menschen zu helfen. Die Stiftung wird voraussichtlich in zwei Jahren – so wie bislang Reinhard Ostmann – eine Beteiligung von mehr als 90 Prozent an dem Unternehmen halten.

 

Die Ostmann KG wird mutmaßlich in eine GmbH und Co KG überführt werden. Das hat den Vorteil, dass die Haftungsrisiken für die Stiftung begrenzt sind und damit ihre Existenz nicht infrage gestellt werden kann.

 

Das Stiftungsvermögen besteht zunächst aus einem Bankguthaben von 100 000 Euro aus dem Privatvermögen des Stifters. Allerdings beabsichtigt der Geschäftsmann, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Teile seines Vermögens der Stiftung zu überlassen.

 

Für die etwa 350 Mitarbeiter der Ostmann-Gruppe ändert sich mit Gründung der Stiftung nichts. Neu allerdings ist, dass künftig erwirtschaftete Gewinne der Gruppe nicht als Privatvermögen abgeführt werden, sondern in die Stiftung fließen, von der insbesondere alte und behinderte Menschen profitieren. „Je besser es der Gesellschaft geht, desto besser wird es der Stiftung gehen“, so Ostmann.

 

Dem Vorstand der Stiftung gehören Hanna Schubert als Mitglied der Familie Ostmann, Rechtsanwalt Dr. Burkhard Wilk sowie Pfarrer und Vorstandsvorsitzender der Baunataler Diakonie Kassel Joachim Bertelmann an. Der Vorstand verwaltet unter anderem das Stiftungsvermögen, er erstellt einen Wirtschaftsplan und berichtet über die Erfüllung des Stiftungszwecks.

 

Zum Beirat, der aus maximal fünf Personen bestehen kann, zählen zunächst Alexander Thomas (Mitarbeiter der Ostmann-Gruppe), Karl- Heinz Arend (Leitender Angestellter bei der Ostmann- Gruppe) und Steuerberater Ralf Ostmann. Der Beirat unterstützt und überwacht den Vorstand in seiner Arbeit.

 

Pressemitteilung, 06.10.20.