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ECOSENSE: Erkenntnisse aus dem Projekt
 

Die Ergebnisse der Datenanalyse

Das Projekt ECOSense wurde vom Bundesministerium für Verkehr  und  digitale  Infrastruktur  (BMVI)  im  Rahmen  der Förderrichtlinie   Modernitätsfonds   ("mFUND")   mit   einer Fördersumme    von    93.943,00€    gefördert.    Das    über-geordnete  Ziel  von  ECOSense  war,  die  Möglichkeiten  der Datenerfassung   durch   Fahrradsensoren   sowie   darauf basierenden  Analysen  als  Ansatz  zur  Verbesserung  der Datenverfügbarkeit  im  Radverkehr  zu  erforschen.  Die  15-monatige Machbarkeitsstudie lief von Juni 2019 bis Ende August  2020.  Eine  Fortsetzung  der  Forschungsaktivitäten zum   Thema   Fahrradsensorik   ist   bereits   in   Planung.

Die  Datenerhebung  und  anschließende  Analyse  dieser  Daten  konnten  zahlreiche  neue Informationen liefern. Im Rahmen des Projektes wurden 11.986.688 Messungen gemacht, von denen 12,9 % über ein korrektes GPS-Signal verfügten und ausgewertet werden konnten. Dies entspricht   einem   Datenvolumen   von   ca.   26   GB.   Insgesamt   wurden   im   Rahmen   der Datenerhebung 272 Sensoren an Radfahrerinnen und Radfahrer ausgegeben. Zur Analyse der Daten wurden verschiedene Hypothesen gebildet, die dann mittels datenzentrierter Verfahren technisch  geprüft  werden  konnten.  Dabei  stellte  sich  heraus,  dass  in  Oldenburg  vor  allem Hauptverkehrsadern (z.B. die Ammerländer Heerstraße) von Radfahrenden genutzt werden. Es hat sich gezeigt, dass das Wetter kaum einen Einfluss auf die zurückgelegten Distanzen und die durchschnittlichen Geschwindigkeiten hat – ist das Wetter aber vor Fahrtbeginn schlecht (z.B.  Regen),  dann  sinkt  die  durchschnittlich  zurückgelegte  Distanz  um  ca.  600m.  Die erhobenen Beschleunigungsdaten wurden vorverarbeitet und im Hinblick auf Erschütterungen untersucht. Dabei konnten zahlreiche Erschütterungen identifiziert werden, diese können aber nicht  ausschließlich  auf  Straßenschäden  zurückgeführt  werden.  So  sind  beispielsweise vermehrt Erschütterungen an Ampeln oder Kreuzungen zu erkennen, was auf das Befahren einer  Bordsteinkante  hinweisen  könnte.  Auch  das  Bremsverhalten  wurde  untersucht,  um festzustellen, ob es Zeitfenster im Oldenburger Radverkehr gibt, in denen der Verkehr flüssiger ist. Dabei hat sich gezeigt, dass die Anzahl der identifizierten Bremsvorgänge mit der Summe der zurückgelegten Distanzen zusammenhängt.