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BMW Group bestätigt Ausblick für 2020
 

Die BMW Group hält nach dem ersten Halbjahr weiter Kurs auf ihre Jahresziele. Nachdem das Unternehmen seine Produktion im März angesichts der absehbar sinkenden weltweiten Nachfrage an vielen Standorten kontrolliert heruntergefahren hatte, konnte im zweiten Quartal mit einem koordinierten Wiederanlauf der Produktionsstandorte begonnen werden. Seit Mitte Juni arbeiten alle Automobilwerke wieder im regulären Schichtbetrieb. Gleichwohl bleiben Kosteneffizienz und Cash-Management entscheidend, um die Folgen der Corona-Pandemie bestmöglich zu beherrschen.

„Dank unserer hohen Reaktionsfähigkeit und konsequenten Steuerung haben wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die BMW Group im ersten Halbjahr begrenzen können“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, am Mittwoch in München. Trotz der deutlichen Marktrückgänge infolge der Corona-Pandemie konnte die BMW Group per Juni ein positives Konzernergebnis vor Steuern von 498 Mio. Euro erzielen. „Wir blicken mit vorsichtiger Zuversicht auf das zweite Halbjahr und streben für 2020 weiterhin eine EBIT Marge im Segment Automobile zwischen 0 und 3 Prozent an. Wir beobachten die Situation weiterhin sehr genau und steuern die Produktion unverändert gemäß der Entwicklung in den Märkten und der regional unterschiedlichen Kundennachfrage.“

 

Die BMW Group hält an ihren Plänen fest: Auch in einem sehr herausfordernden Umfeld investiert sie weiter in zukünftige Technologiefelder und entsprechenden
Kompetenzaufbau. Wie angekündigt wendet das Unternehmen bis 2025 mehr als 30 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf, um seine Rolle als Innovationsführer auszubauen.


Liquiditätsposition weiter stark – Zukunftsinvestitionen bleiben auf hohem Niveau


Entsprechend geht die BMW Group weiterhin in Vorleistung für die Technologien der Zukunft: Die Forschungs- und Entwicklungskosten des Konzerns lagen per Juni mit 2.734 Mio. € auf einem hohen Niveau (Vj.: 2.796 Mio. €/ -2,2%). Darin enthalten sind unter anderem laufende Aufwendungen für die Elektrifizierung sowie speziell für die Entwicklung des BMW iNEXT. Bei den Investitionen in Sachanlagen und in übrige immaterielle Vermögenswerte wurde wie angekündigt klar priorisiert und fokussiert. Sie beliefen sich im ersten Halbjahr auf 1.477 Mio. € (Vj.: 2.175 Mio. € / -32,1%).


„Wir investieren zielgerichtet und mit Augenmaß. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation verschieben wir Projekte oder stellen sie auf den Prüfstand. Wie angekündigt haben wir im zweiten Quartal zudem konsequent Bestände abgebaut, um den Free Cashflow zu stützen“, sagte Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen. „Einen wichtigen Ergebnisbeitrag leistet unser Performance Programm. Hier wurden bereits seit mehr als drei Jahren wichtige Voraussetzungen geschaffen, die uns nun zugutekommen und notwendige Veränderungen beschleunigen.“


CO2-Senkung durch Millionen elektrifizierte Fahrzeuge


Einen zweiten strategischen Schwerpunkt bildet die Nachhaltigkeit. Während der Corona-Pandemie hat der Vorstand ambitionierte Langfristziele festgelegt. „Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die entscheidenden Themenfelder dieser Dekade. Gerade in herausfordernden Zeiten müssen wir hier die richtigen Weichen stellen“, sagte Zipse. „Wir verbinden nicht nur Produktexzellenz mit neuesten digitalen Technologien – wir gestalten sie auch so, dass sie einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Davon profitieren unsere Kunden und die Gesellschaft.“


Die BMW Group setzt sich dabei klare Ziele zur CO2-Reduktion bis zum Jahr 2030 – erstmals über den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte, von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Nutzungsphase. Über diesen gesamten Zeitraum sollen die CO2-Emissionen je Fahrzeug bis 2030 gegenüber 2019 deutlich um mindestens ein Drittel gesenkt werden.


Unter anderem sollen die CO2-Emissionen der Fahrzeuge in ihrer Nutzungsphase um 40 Prozent je gefahrenem Kilometer reduziert werden. Zentraler Hebel dafür ist eine weitreichende Produktstrategie mit einem massiven Ausbau der E-Mobilität: In zehn Jahren sollen insgesamt mehr als sieben Millionen elektrifizierte Fahrzeuge der BMW Group auf den Straßen unterwegs sein – davon etwa zwei Drittel mit vollelektrischem Antrieb.
Schon heute ist die BMW Group ein führender Anbieter von elektrifizierten Fahrzeugen: Ende 2021 wird die BMW Group mit dem BMW i3*, dem MINI Cooper SE*, dem BMW iX3*, dem BMW iNEXT sowie dem BMW i4 fünf vollelektrische Serienfahrzeuge anbieten. Ein weiterer Meilenstein wird in der Folge die kommende Generation des BMW 7er. Das Flaggschiff der Marke BMW wird mit vier unterschiedlichen Antriebsarten verfügbar sein: als hocheffizienter Diesel oder Benziner sowie als elektrifizierter Plug-in-Hybrid und erstmals als vollelektrisches BEV-Modell. 2023 wird das Unternehmen 25 elektrifizierte Modelle auf der Straße haben – die Hälfte davon vollelektrisch.


Weitere vollelektrische Modelle in Vorbereitung


Zusätzlich zu dem BMW 7er wird die umfassende Elektrifizierung weiter über die Modellpalette ausgerollt: Zusätzliche Beispiele für die „Power of Choice“ werden die volumenstarken BMW X1 und BMW 5er Baureihen sein, die in Zukunft ebenfalls mit allen vier Antriebsvarianten – vollelektrisch, Plug-in-Hybrid, Diesel und Benziner – verfügbar sein werden.


„Die besten Autos der Welt sind nachhaltig. Premium und Nachhaltigkeit gehören in Zukunft mehr denn je zusammen“, sagte Zipse. „Wir nutzen unsere herausragende Technologiekompetenz in Hardware und Software, um unsere Fahrzeuge begehrlich zu machen und mit ihnen gleichzeitig einen Beitrag zur CO2-Reduzierung zu leisten.“


Die BMW Group arbeitet unverändert daran, die CO2-Emissionen ihrer aktuellen Neuwagenflotte deutlich zu senken. Das Unternehmen wird auch in diesem Jahr das vorgegebene CO2-Flottenziel seiner europäischen Neuwagenzulassungen erreichen. Dieses liegt um rund 20% unter der Vorgabe aus dem Jahr 2019. Die konsequente Elektrifizierung seiner Modellpalette trägt zu dieser Zielerreichung entscheidend bei.

 

Pressemitteilung, 05.08.2020.