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VW-Werk fährt Produktion hoch
 

Nachfrage nach Hybridgetrieben aus Baunatal groß – 900 Einheiten täglich

Wer die Produktion des VW-Hybridgetriebes in der Halle 6 im VWWerk Kassel in Baunatal besucht, der trifft auf ein Gewusel von Mitarbeitern – natürlich mit dem nötigen Corona- Abstand. An den langen Montagelinien werden die E-Motoren der neusten Generation mit einer Reihe von Getrieberädern verbunden. Am Kopf der Halle stehen palettenweise DQ 400e – so heißt das Modul offiziell. Sie stehen bereit für den Versand in die Fahrzeugwerke. Dort werden sie etwa in den Golf GTE, den Passat GTE, den Audi A 3 etron und den neuen Tiguan GTE (Markteinführung vermutlich ab Ende 2020) eingebaut. Nach drei Monaten Corona- Einschränkungen, Lockdown und Kurzarbeit brummt die Produktion an dem nordhessischen Standort wieder.

 

Dass die Nachfrage nach Autos von Volkswagen und den Produkten aus Baunatal wieder steigt, ist bei dem Blick in die Halle 6 deutlich zu spüren. Deshalb wird die Montage des DQ 400e nochmal kräftig aufgestockt. Und zwar wurde die Kapazität von 500 auf 900 Einheiten pro Tag erhöht, wie Bernd Löber, Leiter des Getriebebaus, und Projektleiter Werner Seitz erklären. Die Kapazitätserweiterung sei wegen der Corona- Pause nicht unterbrochen worden, berichtet Seitz.

 

„Schon in der zweiten Woche Lockdown haben wir mit den Vorbereitungen begonnen.“ Wegen des Tiguan-Anlaufs gehe man im Werk Kassel sogar davon aus, dass die Kapazität von täglich 900 Stück noch überboten werden muss, so der Projektleiter. Schon jetzt seien die Modelle sehr erfolgreich. Auch Löber spricht von einer Erfolgsgeschichte der Plug-in-Hybride, die E-Antrieb mit Verbrennungsmotor verbinden.

 

Auch durch Mitarbeiterzahl in diesem Fertigungsbereich macht sich der Run auf die GTE von VW bemerkbar. Während beim Hybrid-Start im Jahr 2014 lediglich 240 Frauen und Männer in der Halle arbeiteten, werden jetzt 880 gebraucht. Weil der Laden brummt, ziehe man aus mehreren Bereichen der Fabrik sogar Beschäftigte zusammen sagen Seitz und Löber. Insgesamt arbeiten am Standort 16 500 Menschen.

 

Das Ende der Kurzarbeit bewerten viele Beschäftigte jedenfalls positiv. Je länger diese gedauert habe, desto mehr hätten sich die Anfragen – auch aus dem Homeoffice – gehäuft, ob die Mitarbeiter wieder am gewohnten Arbeitsplatz loslegen dürfen. „Seitz: „Die waren froh, dass sie wieder beginnen konnten.“ Grundsätzlich hält er die Arbeit im Homeoffice für ein gutes Modell. Das werde als eine Variante flexibler Arbeitsgestaltung weiter fortgesetzt. „Und Nachteile in Leistung und Ergebnis durch Homeoffice gibt es nicht.“ Das Werk läuft übrigens nicht nur im Hybrid-Sektor wieder auf vollen Touren. Auch in den anderen Bereichen scheint die Corona-Pause fast vergessen. Seitz und Löber: „In allen Bereichen sind wieder alle an Bord.“

 

Pressemitteilung, 07.07.2020.