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Mobilität: "Testfeld Niedersachsen" ist in Betrieb
 

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat am Mittwochvormittag in Cremlingen (Landkreis Wolfenbüttel) eine Forschungsstrecke für automatisierte und vernetzte Mobilität in Betrieb genommen. Das sogenannte Testfeld Niedersachsen zwischen Hildesheim, Hannover, Braunschweig und Wolfsburg umfasst rund 280 Kilometer auf den Autobahnen A2, A7, A39 und A391, den Bundes- und Landstraßen B3, B6, B243 und L295 sowie einem Teil des Stadtverkehrs in Braunschweig. Die Abschnitte sollen das automatisierte Fahren, an dem seit Jahren geforscht wird, weiter voranbringen. Nach Angaben des DLR und des niedersächsischen Verkehrsministeriums ist die Teststrecke in dieser Form weltweit einmalig.  Daten werden an selbstfahrende Autos weitergeleitet  Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sagte: "Mit dem Start des Testfelds Niedersachsen ist nun eine herausragende Infrastruktur für die Erforschung und Entwicklung intelligenter Mobilitätslösungen nutzbar." Forscher erhoffen sich beispielsweise Aufschluss darüber, was zukünftige Assistenz- und Automationssysteme leisten müssen. Auf der A39 zwischen Braunschweig und Wolfsburg wurden auf acht Kilometern 71 dieser Masten mit je vier Hochleistungskameras aufgestellt. Diese zeichneten den Verkehr rund um die Uhr auf und stellten die Daten in Echtzeit für selbstfahrende Testfahrzeuge bereit, sagte Karsten Lemmer vom DLR gegenüber NDR Niedersachsen.Aufbau der Teststrecke kostet fünf Millionen Euro  Für den Aufbau des Testfeldes wurden rund fünf Millionen Euro ausgegeben. Das Geld stammt von der Europäischen Union, dem Land Niedersachsen und von Partnern wie Volkswagen, Siemens und Continental. Bis selbstfahrende Autos serienreif und straßentauglich sind, könnte es laut Experten noch 20 bis 30 Jahre dauern.

 

Pressemitteilung, 09.01.2020.