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Digital deutlich erfolgreicher
 

80 Logistiker aus Produktion, Forschung, Lehre, Logistikdienstleistung und Fachverbänden trafen sich zum Austausch im Truck Center von Mercedes-Benz in Lohfelden.

Die Referenten und Organisatoren der Veranstaltung „Digitale Transformation in der Transportlogistik“: Prof. Michael Huth (Hochschule Fulda), Stefan Viehmann (Kühne + Nagel Group), Carsten Knauer (BME e.V.) (untere Reihe); Frank Schröer (BVL), Christoph Gross (SCCC) (mittl. Reihe); Karsten Busch (BVL), Dirk Wiesner (Mercedes Benz Trucks) und Nicolas Wittine (Universität Kassel).

Sechs spannende Referenten, 80 interessierte Teilnehmer, ein gemeinsames Ziel: Chancen und Potentiale der Digitalisierung in der Logistik, insbesondere in der Transportlogistik, erkennen und ergreifen. Hierfür kamen Logistiker aus Produktion, Forschung, Lehre, Logistikdienstleistung und Fachverbänden am 5. September in das Truck Center von Mercedes Benz in Lohfelden bei Kassel. Eingeladen hatten die Bundesvereinigung Logistik (BVL), Transportmanagementsoftware-Anbieter ALPEGA und das Unternehmensnetzwerk MoWiN.net.


Produzierende Unternehmen und Logistikdienstleister haben Nachholbedarf bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Werkzeuge zur Datenerfassung, Automatisierung, Mensch-Maschine-Interaktion oder Datenanalyse sind vielfach bekannt, jedoch noch viel zu selten im Einsatz. „Oftmals müssen das Wissen über Methoden und Tools mit konkreten Anwendungsfällen zusammengebracht werden, um einen konkreten Mehrwert für die Unternehmen erkennen zu lassen“, unterstreicht Prof. Michael Huth, Professor für Allg. Betriebswirtschaftslehre und Logistik an der Hochschule Fulda, der zusammen mit Carsten Knauer vom BME e.V. eine Umfrage zum Thema durchgeführt hat. Doch sei die Logistik hierbei ein Treiber für Innovation, wenn die entsprechenden Personalressourcen hierfür vorhanden seien.


„Richtig ist, dass je fokussierter und anwendungsnäher Projekte zur Digitalisierung angegangen werden, desto eher ist auch eine Optimierung der untersuchten Prozesse erreichbar“, so BVL-Regionalgruppensprecher Karsten Busch. „Dann werden Verlader und Speditionen in die Lage versetzt, insbesondere bei der Transportplanung und -organisation effizienter zu werden, administrativen Aufwand zu minimieren, Transportvolumen besser analysieren zu können und Kosten einzusparen.“


Dass dies insbesondere dem Kundenverhältnis dient, unterstrich Stefan Viehmann, als Senior Vice President Global Customer Solutions bei Kühne + Nagel der Hauptredner des Abends: „Wir verfolgen neben Automatisierungszielen vor allem bessere Kundeninteraktion, integrierte Prozesse und die beschleunigte Entwicklung neuer Produkte und Services. Die kürzliche Einführung des myKN Kundenportals demonstriert die Entschlossenheit, digitale Innovationen im Markt zu positionieren“.


Große Logistikdienstleister sind also bereits gerüstet. Was aber machen Unternehmen, die geeignete Softwareanbieter suchen, um Geschäftsprozesse zu digitalisieren? Christoph Gross, Geschäftsführer und zertifizierter IT-Berater vom Münchner Supply Chain Competence Center zeigte am Beispiel von TMS (Transportmanagement-Software) auf, wie durch digitale Plattformen wie dem IT-Matchmaker eine Auswahlunterstützung geboten werden kann. „Digitale Ausschreibungstechnologien ermöglichen einen hohen Detaillierungsgrad mit weniger Aufwand. Zudem können Nutzer dieser Plattformen sich intensiv um die Analyse der Ergebnisse kümmern, um den am besten geeigneten Anbieter zu finden“.


Im Anschluss lud die ALPEGA Gruppe zu einem gemeinsamen Imbiss, bei dem mit den Referenten des Abends die Vorträge lebhaft diskutiert und wertvolle Kontakte zwischen den Gästen geknüpft wurden.

 

Pressemitteilung, 05.09.2019