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Das Geschäft brummt
 

Mercedes-Benz-Achsenwerk baut Prototyp für Elektro-Lkw

Während der Daimler- Konzern kürzlich einen Gewinneinbruch vermelden musste, brummt das Geschäft im Kasseler Mercedes-Benz- Achsenwerk. Der Standort, der Achsen für Nutzfahrzeuge, Vans und Pkw herstellt und Radsatzkomponenten an die Pkw- und Lkw-Werke liefert, profitiert von der guten Lage der Daimler-Truck-Sparte.

 

„Wir hatten 2018 überall Zuwachs, in Absatz, Umsatz und Ergebnis wie auch in den Beschäftigtenzahlen“, sagte gestern Werkleiter Professor Dr. Frank Lehmann im Anschluss an eine Betriebsversammlung. In das laufende Jahr sei das Werk auf ähnlichem Niveau gestartet.

 

Lehmann betonte, dass Daimler weiterhin überdurchschnittlich in den Kasseler Standort mit seinen gut 1000 Mitarbeitern investiere. Ein Posten etwa ist die neue Produktionshalle für rund 40 Millionen Euro. Im April soll sie in Betrieb genommen werden.

 

Die Lage sei gut, aber das weltwirtschaftliche Umfeld sei unsicherer geworden, sagte Lehmann mit Blick auf den Brexit und den von den USA eingeführten Handelszöllen. Das Werk müsse sehr flexibel auf sich wandelnde Kundenwünsche reagieren. Diese Flexibilität auch mit den Mitarbeiterinteressen in Einklang zu bringen gelinge zwar, werde aber schwieriger, sagte auch der Betriebsratsvorsitzende Jörg Lorz.

 

Ein großes Thema seien auch die schärferen CO2- Grenzwerte für Lkw. Im Nutzfahrzeugebereich sieht Lehmann die physikalischen Grenzen erreicht. Die Vorgaben zu erfüllen, sei nicht allein Aufgabe der Lkw-Hersteller. „Die Kunden müssen das teurere Produkt auch kaufen. Und die Politik muss für die notwendige Infrastruktur sorgen“, forderte der Werkleiter. Die Weichen für die Zukunft sehen Lehmann und Lorz in Kassel gestellt. So entwickle das Werk derzeit einen Prototypen für eine Achse, die in Elektro-Lkw Verwendung finden soll. „Das ist ein Meilenstein für unseren Standort“, betonte Lorz. Um den Einstieg in die E-Mobilität weiter voranzutreiben, ist auch ein Kooperationsprojekt mit der Universität Kassel in Planung. Ebenfalls zukunftsgerichtet sind die Bestrebungen, die Verkehrssituation um das Werk herum weiterzuentwickeln.

 

Grund zum Feiern gibt es in diesem Jahr auch: Das Werk wird 50 und lädt seine Mitarbeiter unter anderem zu einem Familientag am 24. August ein, bei dem die Band Pur auftreten wird.

 

Pressemitteilung, 05.03.2019