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Deutsche sind heiß auf E-Auto-Prämie
 

Eine Million Elektro-Autos hat der Staat mit immer üppigeren Zuschüssen bereits gefördert

Mit der Rekordsumme von 3,1 Milliarden Euro hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr die Anschaffung von Elektro-Autos direkt gefördert. Beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gingen Förderanträge für 625260 Fahrzeuge ein, wie die Behörde am Donnerstag in Eschborn berichtete. Das waren mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2020, in dem gut 255000 Autos für die Prämie angemeldet wurden.

 

Die neue Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen will die E-Förderung neu ausrichten und stärker an den tatsächlichen Klimaschutz-Effekten ausrichten. Das zielt vor allem auf die sogenannten Plug-in-Hybride: Verbrenner mit Stromsteckern, die zwar mit Hilfe ihres zweiten Motors Teilstrecken elektrisch fahren können, aber nicht zwangsläufig müssen. Insbesondere die Steuerprivilegien für Dienstwagen könnten viele Besitzer zur Anschaffung bewegt haben, ohne dass sie je ihre Batterien aufladen. Die Koalition hat sich für eine Neuregelung Zeit genommen bis 2023 und bis dann die bisherige Förderung unverändert gelassen – eine Schonfrist für die vor allem bei deutschen Herstellern verbreiteten Hybrid-Modelle.

 

Bei den Anträgen im Jahr 2021 stellten laut Bafa die reinen Batterie-Stromer mit knapp 335000 Fahrzeugen den etwas größeren Anteil vor 291000 Plug-in-Hybriden. Die 48 Autos mit Brennstoffzelle spielten hingegen keine Rolle. Bereits am 15. Dezember ging der Antrag für das einmillionste Elektro-Fahrzeug seit Beginn der Förderung im Jahr 2016 ein. Eine Privatperson aus Baden-Württemberg hatte sich ein Batterieauto eines deutschen Herstellers zugelegt, wie die Behörde berichtete.

 

Ein Run auf die Fördertöpfe hatte Mitte 2020 begonnen, als die bis dahin gültige Kaufprämie durch eine „Innovationsprämie“ aufgestockt wurde. Der Bund verdoppelte damit seine Förderung, während der Preisnachlass der Hersteller unverändert blieb. Käufer und Käuferinnen von rein elektrisch betriebenen Elektrofahrzeugen bekommen seitdem eine Förderung von bis zu 9000 Euro. Bei Plug-in- Hybriden gibt es bis zu 6750 Euro. Dabei sind allerdings Preisobergrenzen zu beachten. Die volle Förderung gibt es bis zu einem Nettopreis von 40000Euro und oberhalb von 65000Euro gibt es gar keinen Staatszuschuss mehr.

 

„Plug-in-Hybride sind in vielen Fällen eine Mogelpackung“, kritisiert auch der alternative Verkehrsclub VCD. Der Kauf eines solchen Autos ergebe nur Sinn, wenn es auch im Verbrennermodus wenig Treibstoff verbrauche und überwiegend elektrisch gefahren werde. Künftig soll die Subvention an eine höhere rein elektrische Mindestreichweite von 80 Kilometern und an die tatsächliche Fahrleistung des E-Motors geknüpft werden, haben die Koalitionäre beschlossen. Ziel der Ampel sind mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw bis 2030. Mit mehr als 680000 Neuzulassungen 2021 ist auf den Straßen die Millionengrenze bei den E-Autos überschritten.

 

Pressemitteilung, 07.01.2022.

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