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Lufthansa zahlt deutsche Staatshilfen zurück
 

Mit Milliarden vor dem Absturz gerettet – Bund hält weiterhin Aktien

Nach geglückter Corona-Rettung hat die Lufthansa die direkten deutschen Staatshilfen vollständig zurückgezahlt. Die beiden stillen Einlagen des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) wurden mit Zinsen abgelöst und gekündigt, wie das Unternehmen gestern in Frankfurt berichtete. Bereits im Februar hatte der MDax-Konzern einen Kredit über eine Milliarde Euro der staatlichen KfW-Bank getilgt. Der WSF bleibt aber mit gut 14 Prozent größter Anteilseigner. Auch die Staatshilfen aus Österreich, Belgien und der Schweiz sind noch nicht zurückgezahlt, wie ein Lufthansa- Sprecher sagte. Insgesamt hatten die Staaten dem Konzern in der Corona-Krise einen Hilfsrahmen von neun Milliarden Euro gewährt, von denen aber nie mehr als vier Mrd. ausgeschöpft wurden.

 

Lufthansa-Chef Carsten Spohr bedankte sich bei Bundesregierung und Steuerzahlern und erklärte: „In der schwersten finanziellen Krise unserer Unternehmensgeschichte haben Sie uns eine Zukunftsperspektive gegeben. Dadurch konnten wir mehr als 100000 Arbeitsplätze erhalten.“ Gleichwohl gingen weltweit mehr als 30000 Arbeitsplätze verloren, und auch bei der Inlandsmannschaft gibt es derzeit noch Personalüberhänge.

 

Das Unternehmen hatte sich nach der staatlichen Rettungsaktion seit November letzten Jahres in mehreren Schritten am Kapitalmarkt mit neuer Liquidität versorgt. Zudem wurde im Oktober eine Kapitalerhöhung beschlossen, die 2,2 Milliarden Euro einbrachte. Spohr hatte stets betont, dass er lieber am Kapitalmarkt verschuldet sei als beim Steuerzahler. Mit der Rückzahlung fallen für Lufthansa auch unternehmerische Fesseln. Übernahmen und Dividendenzahlungen werden ebenso möglich wie Boni-Zahlungen an Manager. Viele Urlaubsflüge im Sommer, das starke Frachtgeschäft sowie die Wiederöffnung der US-Grenzen für Europäer hatten der Lufthansa zuletzt Auftrieb gegeben. Auch wenn für das Gesamtjahr erneut ein Milliardenverlust erwartet wird, wurde ein erster operativer Gewinn im Sommerquartal als Aufbruchssignal gewertet, zumal wichtige Konkurrenten wie die British-Airways-Mutter IAG schlechter abschnitten. Mit Rückzahlung der stillen Einlagen sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich der WSF vollständig von seinem Aktienpaket trennt. Der Verkauf darf frühestens in fünf Monaten beginnen und muss spätestens im Oktober 2023 abgeschlossen sein, wie die Bundesregierung bekräftigte. Der WSF hat seine für gut 300 Millionen Euro erworbene Aktienbeteiligung bereits zurückgefahren und Anteile an der Börse verkauft. Nach der Kapitalerhöhung ist er noch mit 14,09 Prozent am Grundkapital des Lufthansa-Konzerns beteiligt.

 

Die Bundesregierung begrüßte die schnelle Rückzahlung der im Mai 2020 beschlossenen Staatshilfe. „Der Kranich hat wieder ordentlich Auftrieb“, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Es sei wichtig und richtig gewesen, dass der Staat dem Unternehmen durch die schwierige Zeit geholfen und damit Tausende Arbeitsplätze gesichert habe. Scholz ergänzte: „Und es war ein gutes Geschäft für die Staatskasse – denn wie es aussieht, wird der Staat am Ende seines Engagements ein Plus machen.“ Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ergänzte: „Unsere Instrumente setzen die richtigen Anreize für eine rasche Rückkehr zur Selbstständigkeit.“

 

Pressemitteilung, 13.11.2012.

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