Nahverkehrs-Tage 2025 in Kassel zeigen: ÖPNV-Nutzung wirkt sich positiv auf die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden aus
Bei den Nahverkehrs-Tagen 2025 in Kassel diskutierten am 18. und 19. September 2025 Wissenschaft, Praxis und Politik, wie der ÖPNV nicht nur das Klima schützt und Städte entlastet, sondern auch die Gesundheit der Menschen fördert. Höhepunkte waren die Verleihung des Best-Paper-Awards sowie eine prominent besetzte Podiumsdiskussion.
Veranstaltet wurden die Nahverkehrs-Tage vom Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel, der Regionalmanagement Nordhessen GmbH, der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) und dem Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV).
Starke Impulse aus Forschung, Praxis und Politik
Im Zentrum der Nahverkehrs-Tage 2025 stand die Frage: Wie kann der öffentliche Verkehr zu einer gesünderen Gesellschaft beitragen? In Vorträgen, Fachpanels und Diskussionen beleuchteten Wissenschaftlerinnen, Praktiker und Branchenvertreter Themen wie:
- den Beitrag des ÖPNV zur Bewegung im Alltag
- soziale Teilhabe durch neue Mobilitätsangebote
- den volkswirtschaftlichen Nutzen gesünderer Städte
Mit über 140 Teilnehmenden an beiden Tagen und einer regen Beteiligung aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wurde deutlich: Die Nahverkehrs-Tage haben ihren Anspruch eingelöst, Impulse für eine zukunftsfähige und gesunde Mobilität zu setzen.
Gesunde Mobilität auf der Bühne: Podium diskutiert über ÖPNV und Wohlbefinden
Den Abschluss des ersten Veranstaltungstags bildete die Gesprächsrunde aus der Reihe „Mobilität der Zukunft“ am Donnerstagabend. Prof. Dr. Carsten Sommer, Leiter des Fachgebiets Verkehrsplanung und Verkehrssysteme an der Universität Kassel, diskutierte über die These „Wer Bus und Bahn fährt, lebt gesünder“ mit renommierten Expertinnen und Experten:
- Dr. Vivian Frick, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung
- Dr. Achim Schmidt, Deutsche Sporthochschule Köln
- Thorsten Bauer, Geschäftsführer der Kasseler Barmer-Geschäftsstelle und Ex-Fußballprofi
Wissenschaft trifft Alltag: Warum Bewegung im Nahverkehr zählt
In der Gesprächsrunde wie auch in den Fachvorträgen wurde deutlich: Die Nutzung von Bus und Bahn wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf die Gesundheit aus. Bereits der Weg zur Haltestelle bringt mehr Bewegung in den Alltag. Wer regelmäßig den ÖPNV nutzt, ist aktiver und lebt damit gesünder.
Hinzu kommen weitere gesundheitsrelevante Vorteile:
- weniger Schadstoffe durch geringere Emissionen
- geringerer Flächenverbrauch im urbanen Raum
- niedrigeres Unfallrisiko im Vergleich zum Pkw-Verkehr
Bonussystem für Bus- und Bahnfahrende? Neue Ideen stoßen auf Zustimmung
Ein Vorschlag von Prof. Dr. Carsten Sommer sorgte für Aufsehen: Sollten Krankenkassen die Nutzung des ÖPNV belohnen – etwa durch ein Bonussystem? Die Idee fand großen Anklang und wurde von den Zuhörerinnen und Zuhörern mit Applaus begrüßt.
Junge Forschung ausgezeichnet: Best-Paper-Award für Annika Lux
Ein weiterer Höhepunkt der Nahverkehrs-Tage war die Verleihung des Best-Paper-Awards, mit dem NVV, KVG, das Regionalmanagement Nordhessen und die Universität Kassel exzellente Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses würdigen. In diesem Jahr ging der Preis an Annika Lux, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Kassel, für ihre Arbeit zum Thema: „Crashkurs in Sicherheit: Bus und Auto im Vergleich – Unfallstatistiken und COVID-19-Infektionsrisiken unter der Lupe“. Ihr Fokus lag auf der Frage, wie die gesundheitsfördernden Effekte des ÖPNV künftig noch stärker in Forschung, Planung und Kommunikation berücksichtigt werden können.
Die Nahverkehrs-Tage 2025 haben deutlich gemacht: Wer Bus und Bahn fährt, schützt nicht nur das Klima, sondern auch die eigene Gesundheit. Der öffentliche Verkehr wird damit zum Hebel für eine lebenswertere, gesündere Gesellschaft und verdient eine noch stärkere Rolle in der Mobilitätswende.
Hier finden Sie den Tagungsband zu den Nahverkehrs-Tagen 2025.
Kontakt
Christian Dobler-Eggers
Clusterleitung Mobilität | Geschäftsführung MoWiN.net e.V.
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