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300 Millionen für die E-Mobilität in Baunatal
 

Volkswagen treibt die Neuausrichtung des Konzerns voran

Nach einem guten Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 treibt Volkswagen die Neuausrichtung des Konzerns voran und erhöht die Schlagzahl bei der Umsetzung  der  VW-Strategie 2025. Die Kernfrage bei der Bilanzpressekonferenz in Wolfsburg war jedoch gestern: Womit  will  der  Autobauer  künftig Geld verdienen?

Ein wesentliches Element ist dabei der Ausbau der E-Mobilität, die auch im Werk Kassel in Baunatal eine Rolle spielt. In den Jahren 2017/2018 plant Volkswagen mehr als zehn elektrifizierte Modelle und über 30 neue, rein elektrische Fahrzeuge bis zum Jahr 2025. Das sagte gestern VW-Vorstandschef Matthias Müller. Um die E-Mobilität im Werk Kassel voranzutreiben, steckt VW rund 300 Millionen Euro in den Standort – „eine zusätzliche Investition, die in die Produktion von Elektro- und Hybridantriebe fließen soll“, sagt Werkssprecher Heiko Hillwig. Die E-Mobilität-Fertigung teilt sich Kassel mit dem Werk Salzgitter.


Doch noch zählt das E-Auto beim  Kunden  nicht  zu  den Verkaufsschlagern:  Die  Fahrzeuge  haben eine zu geringe Reichweite, sind zu teuer, und es fehlt an einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur.


Dass mit der Investition in Baunatal zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, ist eher unwahrscheinlich. Denn der Konzern will deutschlandweit 23.000 Stellen abbauen. Im Werk Kassel arbeiten 16.000 festangestellte Mitarbeiter. Zusätzlich beschäftigt das Werk 600 Zeitarbeiter. In Summe sind dies aber bereits 400 Personen weniger als noch im Dezember. Hillwig verweist darauf, dass die Menschen – wie in den Jahren zuvor – das Werk über normale Fluktuation verlassen haben. Nun werden die frei gewordenen Stellen nicht mehr besetzt.

Von Martina Hummel, 15.03.2017,  HNA