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Seine neue Heimat ist Kassel
 

Mercedes-Benz-Werkleiter Frank Lehmann will dauerhaft bleiben – Seit fast 100 Tagen am Standort

Während seiner Schlosserlehre in einem mittelständischen Betrieb im niedersächsischen Diepholz hat Professor Dr. Frank Lehmann zwei Dinge fürs Leben gelernt – dass jeder Mensch ein besonderes Talent hat, das gefördert werden muss, und dass jeder Mitarbeiter Respekt verdient, was seinerzeit nicht immer der Fall war. Das hat den Leiter des Mercedes-Benz-Achsenwerks in Kassel geprägt – bis heute. Wenn er durch die weitläufigen Hallen schreitet, grüßt er jeden Mitarbeiter mit Handschlag. Seine Höflichkeit, Verbindlichkeit und Ruhe wirkt nie aufgesetzt.

 

Vor fast 100 Tagen kam er ins konzern- und weltweite Leitwerk und Kompetenzzentrum für Lkw-, Bus-, Transporter-, Van- und Geländewagen- Achsen mit 3100 Beschäftigten und hat ziemlich schnell zwei Dinge festgestellt. „Kassel ist ein toller Standort mit einem super Team, das sein Geschäft beherrscht“ und dessen Expertise weltweit gefragt und geschätzt werde. Und die Kasseler strahlten ein Wir-Gefühl aus, das er so noch nicht erlebt habe. Insofern seien seine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern noch übertroffen worden. „Ich wollte nach Kassel, und es war die richtige Entscheidung“, sagt der 56-jährige promovierte Maschinenbauer und Honorarprofessor der TU Kaiserslautern. 

 

Bewusste Entscheidung

Der Schritt, nach Nordhessen zu gehen, war also eine ganz bewusste Entscheidung, weshalb Lehmann seinen Lebensmittelpunkt künftig mit Ehefrau in Kassel haben wird. Im Laufe des Jahres werden sie ihr eigenes Haus beziehen. „Kassel soll unsere neue Heimat werden“, sagt er.

 

Mitarbeiter schätzen Lehmann, der vor seinem Antritt in Kassel das Mercedes-Benz- Lkw-Werk im türkischen Aksaray leitete, nicht nur als ausgewiesenen Nutzfahrzeugexperten und akribischen Planer, sondern auch als geduldiuntergen Zuhörer, als einer, der Ratschläge annimmt und als Team-Arbeiter, der das Wort „Ich“ selten in den Mund nimmt und dafür umso häufiger das „Wir“ betont.

 

Die neue Aufgabe fordert ihm einigen Respekt ab, daraus macht der Techniker keinen Hehl. „Ich bin ja sozusagen als neuer Trainer zu einer Champions-League-Mannschaft gekommen. Die Messlatte liegt also hoch“, erklärt Lehmann mit Blick auf die hervorragende Entwicklung und Positionierung des Standorts im Konzernverbund, aber auch im Vergleich zum Wettbewerb.

 

Dies sei Ansporn, noch besser zu werden und die bevorstehenden Aufgaben mit Energie anzugehen. Große Investitionen in neue Kapazitäten stünden an. „Das zeugt vom Vertrauen des Vorstands in den Standort und erleichtert die Arbeit“, so Lehmann. 

 

Fotograf aus Leidenschaft

Aber der Werkleiter will nicht nur den Standort voranbringen, sondern auch dabei helfen, die Region weiterzuentwickeln. So hat er bereits die Leitung des Stare-Care-Vereins übernommen, mit dem Daimler und dessen Beschäftigte soziale Projekte unter stützen und umsetzen. Aktuelles Projekt ist der Bau eines Vereinsheims für die integrative Streetbolzer-Bewegung in Kassels Nordstadt. Außerdem hat sich Lehmann, der in seiner Freizeit leidenschaftlich gern fotografiert und segelt, einem Entscheiderkreis angeschlossen, der sich um die Belange der Universität Kassel kümmert.

 

HNA, 06.03.2018 von José Pinto