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Wikus investiert 20 Millionen Euro
 

Bis Juli 2018 soll Umbau fertig sein

Der Sägebandhersteller Wikus investiert 20 Millionen Euro in den Standort Spangenberg. Das teilt Jörg H. Kullmann, geschäftsführender Gesellschafter, auf HNA-Anfrage mit. Das Unternehmen wird bei laufender Produktion grundlegend umgebaut, nur 20 Prozent der Bausubstanz bleiben bestehen.

 

Im Juli 2018 soll alles fertig sein. „Wir liegen zeitlich im Soll“, sagt Michael Möller, Geschäftsleiter Finanzen. Im Oktober 2018 steht der 60. Geburtstag des Familienunternehmens an, bei dem mittlerweile die dritte Generation an der Spitze steht: Die sechs Enkel des Firmengründers Wilhelm Kullmann sind Jung-Gesellschafter. Sie haben beispielsweise die neue, innovative Fassade des Unternehmens mitgestaltet.

 

Ein Architekturbüro aus Hamburg hat den Entwurf gezeichnet. Die Stockwerke symbolisieren übereinandergestapelte Sägebänder, der Sichtschutz vor den Fenstern soll an die Zähne der Sägebänder erinnern. Die Fassade passt sich den klimatischen Bedingungen an: Die schimmernden Metall-Lamellen können je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung auf- und zuklappen. „Das soll die Verbindung von der Fassade zu dem sein, was innen produziert wird“, erklärt Kullmann. 

 

120 der 585 Mitarbeiter werden in die neu entstehende Arbeitswelt einziehen. Ihr Büroalltag wird sich ändern, denn künftig bestimmt nicht das Büro den Arbeitsplatz, sondern die anstehende Arbeit. Also werden sich die Mitarbeiter im Büro ohne Trennwände zu den Kollegen setzen, mit denen sie an dem Tag am meisten zu tun haben werden. Damit soll ein neuer, schnellerer Kommunikationsfluss gefördert werden. Auch in der Produktion soll die Organisation systematisiert werden: Kurze Wege sollen für mehr Effizienz, kürzere Lieferzeiten und mehr Wettbewerbsfähigkeit sorgen. 


Von Claudia Feser, HNA, 09.09.2017