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Prognose von logistischen Prozessen in der Unikat- und Kleinserienfertigung
 

Das Forschungsprojekt „SimCast - Simulationsgestützte Prognose der Dauer von Logistikprozessen“ ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung der Universität Kassel und dem Fachgebiet Wirtschaftsinformatik im Institut für Management und Information der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

Es wird als IGF-Vorhaben 19371 BG/1 der Bundesvereinigung Logistik (BVL) über die Allianz industrieller Forschung (AiF) im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Laufzeit des Projektes ist von März 2017 bis November 2018.

Die termingerechte Fertigstellung und Lieferung eines Produktes ist heute ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für produzierende Unternehmen. Dies gilt insbesondere auch für den kundenindividuellen Anlagenbau, der in der Regel durch eine Unikat- oder auch Kleinserienfertigung umgesetzt wird und durch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) geprägt ist. Auch hier wird der Unternehmenserfolg durch eine effiziente Ausgestaltung der produktionsnahen Prozesse, ihre zuverlässige Terminierung und damit auch durch eine valide Planung der logistischen Prozesse bestimmt.

Allerdings kann der kundenindividuelle Anlagenbau aufgrund der kundenauftrags- und bauteilspezifischen Projekte nur bedingt Prozesszeiten aus vorherigen Projekten ableiten und diese auf neue Projekte übertragen. Deshalb werden für die Terminplanung von logistischen Prozessen infolge von Unsicherheiten und möglichen Störungen oftmals zusätzliche Zeitpuffer eingeplant, die in der Regel kostenintensiv sind und insbesondere für KMU einen Wettbewerbsnachteil darstellen können. Heutige Projektmanagementwerkzeuge bieten noch keine Methodik zur Unterstützung eines Planers für eine sichere Prognose von logistischen Prozessen bei der Unikat- und Kleinserienfertigung.

Um das Projektmanagement im kundenindividuellen Anlagenbau in Bezug auf die Terminierung von Logistikprozessen zu verbessern, arbeiten seit März 2017 Frau Prof. Dr.-Ing. Sigrid Wenzel von der Uni Kassel und Herr Prof. Dr. Christoph Laroque von der Westsächsischen Hochschule Zwickau (Fachgebiet Wirtschaftsinformatik im Institut für Management und Information: www.fh-zwickau.de/wiw/organisation/fachgruppen/wirtschaftsinformatik/) mit ihren Teams im Forschungsprojekt „SimCast“ zusammen. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung einer Methodik zur Prognose der Dauer logistischer Prozesse in Ergänzung zu den bei den KMU bereits im Einsatz befindlichen Projektmanagementwerkzeugen. Die Methodik wird als bedienerfreundliches Add-on konzipiert, so dass ihre operative Einsetzbarkeit nach Projektende im November 2018 zielführend umgesetzt werden kann. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden Abschlussarbeiten am Fachgebiet Produktionsorganisation und Fabrikplanung (FB15) angeboten. Bereits ausgearbeitete Themen sind hier abrufbar. >>>


Für eine Prüfung der Ergebnisse hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit in der Praxis wird das Forscherteam von einem Projektbegleitenden Ausschuss unterstützt. Dieser umfasst sowohl Mitglieder aus der Wirtschaft wie die Firmen Friedrich Remmert GmbH, mkf GmbH, Müller Umwelttechnik GmbH & Co. KG und SimPlan AG als auch Vertreter aus Forschungsvereinigungen und Verbänden wie dem OWL Maschinenbau e.V. und dem REFA-Institut e.V. Die erste Sitzung mit den Vertretern des Projektbegleitenden Ausschusses fand am 10.05.2017 in Kassel statt.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie hier. >>>